PISA und IQB im Fokus
Vom 23. bis 25. September 2026 tagte die Bundesdirektorenkonferenz der Gymnasien (BDK) im Tagungskloster Frauenberg in Fulda. Unter dem Leitgedanken „Schule im Spiegel der Wissenschaft – was sagen uns PISA und IQB-Bildungstrend?“ standen aktuelle Befunde der Bildungsforschung und ihre Konsequenzen für Schule und Bildungspolitik im Mittelpunkt.
Dr. Stefan Schipolowski stellte die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 vor, die deutliche Kompetenzrückgänge in Mathematik und den Naturwissenschaften zeigen – auch an Gymnasien.
Prof. Hartmut Esser setzte sich in seinem Vortrag „Falsch abgebogen!“ kritisch mit den bildungspolitischen Konsequenzen aus PISA und der zunehmenden Lockerung schulischer Differenzierung auseinander. Prof. Samuel Greiff, wissenschaftlicher Leiter der PISA-Studie in Deutschland, ordnete schließlich die Ergebnisse von PISA 2025 ein und verwies insbesondere auf den wachsenden Anteil Jugendlicher, die grundlegende Kompetenzniveaus nicht erreichen.
In den anschließenden Diskussionen bestand Einigkeit darüber, dass die Befunde ernst genommen werden müssen, einfache Erklärungen und pauschale Systemdebatten jedoch nicht weiterführen. Probleme benennen, Leistungen anerkennen und Vertrauen in Schule erhalten – unter diesem Leitgedanken formulierte die BDK als Ergebnis der Tagung einen Offenen Brief an die Bildungsministerinnen und Bildungsminister der Länder mit konkreten bildungspolitischen Forderungen.
Zum Auftakt der Tagung hatte die BDK zudem über eine Bildungspartnerschaft mit dem Deutschen Schulleitungskongress (DSLK) beraten. Die Mitglieder sprachen sich mehrheitlich für den Abschluss einer entsprechenden Kooperationsvereinbarung aus.


